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Die Wechseljahre: Fünf Tipps, die Dir durch diese turbulente Zeit helfen

Das Thema Wechseljahre betrifft jede Frau. Mal früher, mal später. Die eine von uns sehr dramatisch, die andere nur am Rande. So unterschiedlich wie wir selbst sind auch unsere Erfahrungen mit diesem Einschnitt in der Mitte unseres Lebens.

Das Thema Wechseljahre betrifft jede Frau. Mal früher, mal später. Die eine von uns sehr dramatisch, die andere nur am Rande. So unterschiedlich wie wir selbst sind auch unsere Erfahrungen mit diesem Einschnitt in der Mitte unseres Lebens.

Wechseljahre – was ist das überhaupt?

In manchen Kulturen der Welt gibt es gar keinen Begriff für das, was uns Frauen in der Mitte unseres Lebens blüht. Denn es gehört einfach zum Kreislauf des Lebens: Das Ende unserer Fruchtbarkeit. Unser Vorrat an Eizellen ist aufgebraucht. Unsere Eierstöcke stellen die Produktion weiblicher Hormone ein. Unsere Regelblutung hört auf. In der westlichen Welt haben wir dafür gleich mehrere Begriffe: Wechseljahre, Klimakterium, Menopause – sie alle meinen dasselbe. Eine Umbruchzeit, die für die meisten von uns zur körperlichen und emotionalen Karussellfahrt wird.

Wann setzten Deine Wechseljahre ein?

Wann die Menopause einsetzt, ist bei jeder Frau so verschieden wie die Liste ihrer Symptome. Bei vielen von uns beginnt sie zwischen Mitte 40 und Mitte 50. Jedenfalls haben laut Statistik im Alter von 52 Jahren die Hälfte aller Frauen ihre letzte Regelblutung. Auch die Frage, wie lang diese Lebensphase dauert, ist ganz individuell. Einige von uns erleben einen langsamen Übergang aus der Fruchtbarkeit. Andere stehen von heute auf morgen auf der anderen Seite des Kinderkriegens. Da macht sich jede von uns auf ihre eigene Reise. Gut zu wissen, dass in jedem Moment allein in Deutschland um die acht Millionen Frauen Deine Erfahrungen auf die eine oder andere Weise teilen.

Fünf einfache Tipps, die Dir durch die Wechseljahre helfen

Was genau mit den Wechseljahren auf Dich zukommt, kann Dir ebenfalls niemand voraussagen. Das ist ein bisschen eine Lotterie, in der auch Deine Gene und Deine Lebensweise mitspielen: Wie fit Du bist und wie gesund. Und wie zufrieden Du mit Deinem Leben bist. Es gibt allerdings einige Symptome, die alle von uns kennen, aus Erfahrung oder nur vom Hörensagen. Wenn diese Symptome sehr stark auftreten, lässt Du dich am besten von Deinem Frauenarzt beraten. Hast Du nur leichtere Symptome, kannst Du Dir selber helfen – mit bewährten Hausmitteln und ein paar einfachen Tricks:

Kluge Kleidung gegen Hitzewellen

Das wichtigste Anzeichen dafür, dass Du in den Wechseljahren angekommen bist, sind Hitzewellen und Schweißausbrüche. Gern in den unpassendsten Momenten: im Büro, im Supermarkt oder in der Straßenbahn. Häufig gefolgt von heftigem Frieren. Studien haben herausgefunden, dass nur ein Drittel aller Frauen ohne diese Beschwerden und manchmal sogar nur innerhalb weniger Monate durch die Wechseljahre kommt. Ein weiteres Drittel von uns leidet unter leichten Symptomen, die sich über einen längeren Zeitraum hinziehen können. Und immerhin ein ganzes Drittel von uns erlebt einen massiven Eingriff in unsere Lebensqualität. Und das gleich über mehrere Jahre. Was tun? Vorbereitet sein. Kleide Dich während der Wechseljahre am besten im Zwiebellook. Das heißt: Mehrere Lagen luftiger Kleidung aus Naturfaser übereinander, die Du nach Bedarf ab- und wieder überstreifen kannst, wie es Dein inneres Thermometer erfordert. Mit Salbeitee kannst Du außerdem Deiner Schweißentwicklung entgegenwirken. Kaltes Wasser über die Handgelenke laufen zu lassen, ist ein guter Tipp für den Akutfall.

Tägliche Bewegung gegen Frust und Fettpölsterchen

Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Frauen zwischen 40 und 50 in unserer Bevölkerung die sportlich inaktivste Gruppe sind. Nicht aus Faulheit, sondern aus Zeitmangel. Dabei profitieren wir in diesem Alter besonders von Bewegung, denn sie bremst viele Beschwerden der Wechseljahre aus, von Hitzewellen über Gewichtszunahme bis zu Stimmungsschwankungen. Schwimmen, Laufen und Radfahren sind besonders gut für Deinen Kreislauf und gegen das jetzt langsam steigende Risiko von Herzinfarkt und Diabetes. Und sie halten Dein Gewicht in Schach. Hanteltraining baut Osteoporose vor. Dehnübungen halten Dich flexibel. Am besten trainierst Du dreimal die Woche intensiv für mindestens 30 Minuten. Aber kein Stress. An hektischen Tagen genügt es auch mal, die Treppe zu nehmen statt des Aufzugs und kleine sportliche Übungen in Deinen Alltag einzubauen. Etwa beim Zähneputzen abwechselnd das gestreckte Bein auf dem Wannenrand ablegen oder 10 Kniehocken gleich nach dem Aufstehen.

Kleine Rituale gegen schlaflose Nächte

Schlaflose Nächte mit Hitzewallungen können uns in den Wechseljahren den letzten Nerv rauben. Eine entspannende Abendroutine hilft: Vermeide Alkohol ab dem mittleren Abend und Kaffee ab dem Nachmittag. Sorge für ein ruhiges, kühles, dunkles Schlafzimmer. Schaffe dir kleine Rituale, um die Schlafenszeit einzuläuten: ein Entspannungsbad, eine Tasse Kräutertee, Kerzen und leise Musik. Baldrian und Hopfen helfen Dir von innen, zur Ruhe zu kommen. Für nächtliche Schweiß-Überfalle kannst Du einen feuchten Waschlappen und ein frisches Nachthemd bereitlegen.

Gesunde Ernährung gegen  überflüssige Pfunde und trockene Haut

Die meisten von uns nehmen mit den Wechseljahren zu. Das liegt an der Hormonumstellung, ist aber auch ein Symptom des Älterwerdens. Unser Stoffwechsel verlangsamt sich. Schon ab 30 sinkt unsere Muskelmasse um ein Prozent pro Jahr. Damit verbraucht unser Körper auch weniger Kalorien. Wir nehmen zu, selbst wenn wir essen wie früher. Als Faustregel gilt: zwischen einem Pfund und einem Kilo pro Jahr. Was hilft? Neben Bewegung vor allem ein Kühlschrank voller guter Dinge: viel Gemüse und Obst, mageres Fleisch, Milchprodukte mit wenig Fett. Scharfe, schweißtreibende Gewürze solltest Du ab jetzt besser vermeiden. Und eine gesunde Trinkroutine einführen: Zwei bis drei Liter Wasser, Früchtetee oder Saftschorle im Verhältnis 1:3 am Tag tun Deinem Stoffwechsel gut und beugen trockener Haut vor.

Achtsamkeit gegen die Achterbahn der Gefühle

Während der Wechseljahre fahren unsere Gefühle Achterbahn. Innerhalb eines Tages können wir unter innerer Unruhe leiden, uns gereizt fühlen und deprimiert, lustlos und angespannt. Manche von uns leiden unter Kopfschmerzen, die auf die Stimmung drücken. Oder unter Herzrasen und Panikattacken. Ganz klar, unsere Hormonumstellung kann auch dramatische Folgen für die Seele haben. Achtsamkeits-Übungen, Meditation und Yoga können Dir helfen, die Achterbahn auf ruhigere Gleise zu leiten, Deine neue Lebensphase zu akzeptieren und mit Gelassenheit zu nehmen. Onlinekurse speziell für Frauen unterstützen Dich dabei, negative Gedanken loszulassen und Dir selbst mehr Wertschätzung zu schenken. Die Forschung hat herausgefunden, dass unsere Einstellung tatsächlich großen Einfluss darauf hat, wie wohl wir uns in unserer zweiten Lebenshälfte in unserer Haut fühlen.

Ganz klar, die Wechseljahre sind für die meisten von uns eine echte Herausforderung. Aber sie bieten auch die Chance für einen Neuanfang. Für einen sanfter, bewussteren Umgang mit uns selbst, unseren Wünschen und Bedürfnissen.

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